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Einsatz bei: Yellow Hands Dieses Instrument mag nicht so aussehen, aber es gehört zu den Aufwändigsten unserer rund 100 Eigenbauinstrumente. Aber der Reihe nach: die Idee kam beim Schweißen mit Gas und Sauerstoff an einem Stahlrohr. Sobald wir die zischend –blau Flamme in das Rohr hielten, gab es einen tiefen, sonor fauchenden Ton. Das war die Steilvorlage. Bis das Instrument aber fertig und vor allem für die Bühne genehmigt war, verging fast ein Jahr. Um so eine Maschine einfach und ungefährlich bedienen zu können, musste eine spezielle Elektronik her: eine selbstgebaute Midi-Tastatur wandelt das Signal in 12 Volt für die elektromagnetischen Gasventile an den Gasbrennern um. Somit lässt sich die Orgel über eine Art Keyboardtastatur bedienen. Die 13 Gasbrenner die unter den Edelstahlrohren angebracht sind, werden wiederum von zwei kleinen Gaskartuschen gespeist (aus Sicherheitsgründen dürfen keine Gasflaschen auf der Bühne verwendet werden). Um das Gas zu zünden, befindet sich über jedem Brenner ein Glühdraht, der die ganze Spielzeit durchgehend glühen muss. 6 starke Transformatoren halten die 26 Drähte am glühen, eine spezielle Phasenverschiebung sorgt dafür, dass beim einschalten der Glühdrähte die Sicherung nicht fliegt. Die Brenner mussten richtg „scharf“ eingestellt werden, um eine stark fauchende Flamme zu erzeugen, welche dann im Rohr zu diesem ganz eigenen Ton wird. Dabei darf der Druck nicht zu hoch und nicht zu niedrig sein, ein Regler mit Manometer übernimmt diese Aufgabe. Das Problem war dann vor allem, dass diese Flamme im Rohr für das Publikum nicht sichtbar ist. Daher gibt es nun quasi eine Spielflamme und eine Showflamme. Vom Brenner wurde eine zweite Gasleitung zu den Rohrenden nach oben geführt mit 13 Glühdrähten, um den Ton auch sichtbar zu machen. Schluss und letztendlich mussten noch einige Sicherheitsauflagen erfüllt werden wie Gasdichtigkeitsprüfung, eine elektrische Prüfung, Sicherheitsschaltungen und eine Betriebserlaubnis erstellt werden, welche die Firma Hummig-Effects in Peißenberg übernahm. Ohne die Erfahrung von Hummig-Effects wäre dieses Instrument nicht zu realisieren gewesen. Vielen Dank auf diesem Wege! |